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Stobart: Wenigstens noch ein paar Punkte

03. August 2008 - 14:53 Uhr

Die Stobart-Truppe hatte in Finnland das Podium in Reichweite, musste sich am Ende aber mit einem fünften Platz für Henning Solberg begnügen

Henning Solberg
Henning Solberg holte am Ende Rang fünf und damit vier Punkte
© Stobart

(Motorsport-Total.com) - Das Stobart-Team erlebte bei der Rallye Finnland ein Wechselbad der Gefühle. Nach dem Freitag herrschte Hochstimmung, denn es waren die beiden Stobart-Piloten Henning Solberg und Gigi Galli, die sich einen heißen Fight um den dritten Platz und damit das Podium lieferten.

Am Samstagabend war die Freude vergangen: Solberg war abgerutscht auf Rang fünf, unter anderem hatte er eine Zehn-Sekunde-Strafe wegen eines technisch bedingten Frühstarts kassiert. Für Galli war die Rallye schon ganz beendet. Der Italiener hatte sich in der 16. Wertungsprüfung so überschlagen, dass sein Ford völlig demoliert in den Bäumen landete. Am Ende konnte Solberg seinen fünften Platz gegen seinen Bruder Petter Solberg (Subaru) knapp verteidigen und damit vier Punkte für sich und das Team holen. Der dritte Stobart-Pilot Matthew Wilson fuhr als Neunter knapp an den Punkten vorbei.

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"Wir sind super in die Rallye gestartet und es war schön, nach dem ersten Tag auf Podiumskurs zu liegen", bilanzierte Solberg. "Das Auto hat super funktioniert und ich hatte vom Start weg eine schnelle Pace. Aber am zweiten Tag habe ich das Feeling leider verloren und musste mich mit Platz fünf begnügen. Der ist aber gar nicht so schlecht und bringt zumindest ein paar Punkte ein. Damit habe ich mich in der Weltmeisterschaft auf Platz sieben verbessert." Und er schob noch einen Gag hinterher: "Wir hatten bei dieser Rallye neue Rennanzüge, deshalb waren wir vielleicht nicht die schnellste Crew, aber wir waren definitiv die am besten aussehende Crew!"

Galli untröstlich

Gigi Galli
Für Gigi Galli endete die Rallye mit einem Totalschaden in den Bäumen
© Stobart

Galli war nach seinem Unfall, der ihn auf Rang drei liegend aus dem Rennen warf, untröstlich: "Die Rallye ist für mich mit einer bitteren Enttäuschung zu Ende gegangen. Ich habe nur versucht, meine Position gegen Daniel Sordo zu verteidigen und der Unfall ist in einer tückischen Linkskurve passiert. Mein Aufschrieb hat nicht ganz gepasst und es hat damit geendet, dass ich in den Graben gerutscht bin. Das Auto hat sich dann mit hoher Geschwindigkeit überschlagen und ist in die Bäume geflogen. Das Auto ist schwer beschädigt und es war offensichtlich eine Kurve, die es in sich hatte, denn an der selben Stelle sind noch zwei andere Autos abgeflogen. Wir hatten einen guten Rhythmus, einen vernünftigen Speed und ein gutes Gefühl für das Auto. Deshalb denke ich nicht, dass ich dort zu sehr gepusht habe."

"Das war wirklich eine harte Rallye und wir haben schon für kommendes Jahr ein paar wichtige Änderungen bei den Settings erarbeitet", gab Youngster Wilson zu Protokoll. "Bei dieser Rallye zählt vor allem Erfahrung und da hat mir sicher geholfen, dass ich bis ins Ziel gekommen bin. Es ist stellenweise einfach, schnell zu fahren, aber man braucht auch die Erfahrung und das Selbstvertrauen."

Bei der Rallye Deutschland in zwei Wochen kehrt ein alter Bekannter zurück: Francois Duval soll in Deutschland mit seinem Ausnahmekönnen auf Asphalt viele Punkte für Stobart holen.

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