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Loeb ist "außer sich vor Freude"

03. August 2008 - 14:29 Uhr

Sébastien Loeb hat es geschafft: Er hat die finnischen Überflieger auf ihrem eigenen Terrain geschlagen und seinen ersten Finnland-Sieg geholt

Sébastien Loeb
Sébastien Loeb schlug die Finnen auf ihrem ureigenen Terrain und siegte
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Es ist vollbracht: Sébastien Loeb hat das für einen Nichts-Skandivier fast Unmögliche geschafft und die Rallye Finnland für sich entschieden. Neun Sekunden hatte er am Ende Vorsprung auf Mikko Hirvonen (Ford). In der Geschichte der legendären Rallye, die in diesem Jahr ihre 58. Auflage erlebte, war es zuvor nur drei anderen Nicht-Skandinaviern gelungen, zwischen den 1.000 Seen zu triumphieren: Carlos Sainz (1990), Didier Auriol (1992) und Markko Märtin (2003). Mit seinem Sieg konnte Loeb in der Weltmeisterschaft zudem seinen Rückstand auf Gesamtleader Hirvonen auf einen Punkt verkürzen - und jetzt stehen die Asphaltrallyes an, bei denen er als Favorit an den Start geht.

"Ich bin außer mir vor Freude darüber, diese Rallye gewonnen zu haben", jubelte Loeb im Ziel. "Und ich freue mich auch besonders darüber, wie wir sie gewonnen haben. Vom Start bis ins Ziel hat mich das Ganze an die packenden Duelle erinnert, die ich mir im vergangenen Jahr mit Marcus Grönholm geliefert habe. Es war die ganze Zeit über sehr eng und wir konnten nie entspannen."

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Das Risiko hat sich gelohnt

Natürlich sei die Entscheidung am Freitag, nicht zu taktieren, sondern in Führung zu bleiben, "riskant gewesen", räumte Loeb ein: "Denn wir wussten nicht genau, wie sehr wir den Straßenkehrer spielen müssten. Deshalb musste ich die ganze Zeit voll attackieren. Aber die Taktik hat sich schließlich ausgezahlt."

"Nach zwei Tagen Vollgas durch die Bäume hatte ich absolut nicht vor, mir meinen 42. WRC-Sieg noch entreißen zu lassen."
Sébastien Loeb

Auf den heutigen abschließenden 40,47 Kilometern war Loebs Vorgabe, "eine schnelle Pace zu halten und ein wachsames Auge darauf zu haben, was unser Rivale macht. Es war wichtig, keine Fehler zu machen und ein gewisses Polster aufzubauen. Nach zwei Tagen Vollgas durch die Bäume hatte ich absolut nicht vor, mir meinen 42. WRC-Sieg noch entreißen zu lassen."

"Der heutige Sieg bedeutet auch, dass ich eines der Ziele, die ich mir vor der Saison gesteckt habe, erreichen konnte und das ist ein sehr befriedigendes Gefühl", fuhr Loeb fort. "In der Weltmeister bringt mich das auch wieder bis auf einen Punkt heran. Es war auch für Citroën in der Herstellerwertung ein positives Wochenende."

"Die Finnen auf ihrem eigenen Terrain zu schlagen, ist eine unbeschreibliche Erfahrung."
Daniel Elena

Und Co-Pilot Daniel Elena fügte strahlend hinzu: "Die Finnen auf ihrem eigenen Terrain zu schlagen, ist eine unbeschreibliche Erfahrung. Für mich ist damit ein Traum wahr geworden. Ich lese den Aufschrieb hier nicht anders vor als irgendwo anders; anders ist nur der Speed, in dem die Ansagen kommen müssen. Und es ist einfach ein sensationelles Feeling, bei 200 Stundenkilometern mit allen vier Reifen zu driften!"

Sordo hat wieder viel gelernt

Ein erfolgreiches Wochenende hatte auch Teamkollege Daniel Sordo: Der Spanier lag zwischenzeitlich auch auf Podiumskurs und wurde am Ende Vierter. "Wir sind am letzten Tag so gefahren, dass wir den vierten Platz verteidigen konnten", erklärte Sordo. "Ich bin mit meiner Performance an diesem Wochenende sehr zufrieden und ich habe auch keine Fehler gemacht. Ich habe zudem viel Neues darüber gelernt, wie man bei einem so speziellen Event fahren muss, auf dem Erfahrung so wichtig ist. Es gibt aber noch Bereiche, in denen ich mich verbessern muss, zum Beispiel beim Bremsen."

"Wenn man weiß, wie schwer es ist, diese Rallye zu gewinnen, ist das heutige Ergebnis immens befriedigend", freute sich Sportchef Olivier Quesnel. "Sébastien und Daniel haben alles richtig gemacht und haben sich in einem erbarmungslosen Fight durchgesetzt. Auch Dani und Marc haben eine reife Leistung gezeigt. Ein wunderbarer Sieg, einige herausragende Zeiten, die Zuverlässigkeit eines Uhrwerks und viele Punkte - was will man mehr?"

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