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Transsyberia Onboard: Zelten in der Wagenburg

24. Juli 2008 - 10:24 Uhr

Die Rallye Transsyberia nähert sich dem Ziel: Porsche-Pilot Armin Schwarz über die letzten Tage in der Mongolei

Armin Schwarz
Armin Schwarz hat auch die Königsetappe der Transsyberia gewonnen
© Transsyberia Rallye

(Motorsport-Total.com) - Am 11. Juli ist der Tross der Transsyberia-Rallye 2008 in Moskau gestartet, jetzt näher sie sich dem Ziel in Ulaanbaatar, der Hauptstadt der Mongolei. Dort ist am morgigen Freitag die Zieleinfahrt. Am Dienstag ist Porsche-Pilot Armin Schwarz vorgerückt auf Gesamtrang zwei - auf diesem Platz geht er auch in den heutigen vorletzten Tag, nachdem er und Beifahrer Andi Schulz gestern in der über 400 Kilometer langen Prüfung schon wieder nicht zu schlagen waren.

"Wir sind auf dieser Königsetappe die schnellste Zeit gefahren und haben dem Führenden über eine halbe Stunde abgenommen. Aber das wird nichts an der Position ändern", berichtete Schwarz aus der Mongolei gegenüber 'Motorsport-Total.com'. Die Rallye noch zu gewinnen, wird aber fast unmöglich sein für ihn. "Es ist zwar heute ein recht schwieriger Tag mit Wasserdurchfahrten und so weiter, aber es wird sich wahrscheinlich nichts mehr ändern. Denn wenn sie keinen großen Fehler machen und irgendwo zwei Stunden absaufen, dann können wir sie nicht mehr einholen - rein vom Speed her geht das nicht."


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Dreimal hat Schwarz bei der Rallye Transsyberia viel wertvolle Zeit verloren: Gleich am ersten Tag blieben er und Schulz in einem Wasserloch stecken, was sie knapp eine Stunde kostete. Dann wurde ihnen zunächst eine 30-Minuten- und später noch eine Ein-Stunden-Strafe aufgebrummt. Im ersten Fall, weil es als "unsportliches Verhalten" gewertet wurde, dass sie später in eine Prüfung gestartet sind, um keinen Staub zu haben. Im zweiten Fall, weil sie einen Checkpoint verpasst haben sollen.

"Die Halbstundenstrafe, weil wir regelkonform das Zeitfenster genutzt haben, ist unverständlich - zumal uns der Veranstalter das vorher geraten hatte", so Schwarz. "Die Einstundenstrafe haben wir bekommen, weil wir an einem Checkpoint keinen Stempel bekommen haben. Wir waren dort und sind an der Stelle auch vorbeigefahren, haben nur keinen Checkpoint gesehen. Wir waren das erste Auto auf der Strecke - und ich will da nichts munkeln, aber am nächsten Checkpoint waren wir auch wieder die Ersten, da haben die Jungs geschlafen, als wir angekommen sind. Kann natürlich sein, dass der am ersten Point auch gepennt hat."

"Das ist eine richtige Wagenburg. Wir haben ein Hauptzelt und außen herum baut jeder sein Zelt auf."
Armin Schwarz

Doch ändern lässt sich daran nichts mehr - und so genießt Schwarz jetzt das Abenteuerleben in der Mongolei. Dazu gehört auch das Übernachten im Camp: "Das ist eine richtige Wagenburg. Wir haben ein Hauptzelt, da ist auch ein Briefing für den nächsten Tag und außen herum baut jeder sein Zelt auf."

Und so sieht der Ablauf für die Teilnehmer aus, wenn sie abends ins Camp kommen: "Du baust neben dem Auto dein Zelt auf, räumst es ein, dann reparierst du dein Auto, dann isst du was", schildert Schwarz. "Wenn es eine Gelegenheit zum Duschen gibt, gehst du noch Duschen - irgendwo unterhalb von einem LKW oder so. Dann bist du aber platt genug, dass du sofort schläfst."

Zwei Etappen gilt es noch bis Ulaanbaatar zu überstehen. Für den Endspurt wünscht sich Schwarz: "Ich erwarte mir zumindest, dass wir die letzten beiden Tage einfach noch problemlos durchkommen."

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