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Ab 2010/11 soll die Wintersaison kommen

15. Juli 2008 - 17:45 Uhr

Neues zu den WRC-Kalenderplänen: Ab 2010 soll die Saison im August beginnen und bis zum April des Folgejahres gehen - Es bleibt bei der Rotation

Sébastien Loeb
Klassiker wie die Rallye Monte Carlo haben keinen WRC-Fixplatz mehr
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Die FIA beschäftigt sich derzeit mit der Frage, wie der WRC-Kalender über das Jahr 2010 hinaus gestaltet werden soll. Soll es bei der 2009 startenden zweijährigen Rotation bleiben? Sollen Klassiker in jedem Jahr im Kalender stehen? Über diese Fragen hinaus fordern die Hersteller aus Marketinggründen, dass jährlich nicht zwölf, sondern 14 Läufe gefahren werden. Und: Sie wollen, dass die WRC zu einer Art "Winterserie" wird - sprich im Spätsommer startet und bis ins Frühjahr des Folgejahres gefahren wird.

So ungewöhnlich ist dieses Ansinnen nicht. Denn bereits jetzt ist es schon so, dass die Sommerpause (sechs Wochen) fast genauso lang ist wie die Winterpause (acht Wochen) nach der Saison kurz. Damit gibt es anders als in den meisten Rennserien eigentlich keine richtige Off-Season-Pause, die die Teams und Hersteller nutzen könnten, um sich auf die nächste Saison richtig vorzubereiten. Das Problem: Zur WRC gehören Läufe in allen Jahreszeiten - im tiefen Schnee, auf sommerlichen Schotter- oder Asphaltpisten oder im herbstlichen Nebel. Deshalb muss im Januar und Februar ebenso gefahren werden wie im Hochsommer-Monat August und dem herbstlichen Oktober. Eine eine richtig lange Off-Season-Pause ist von den Jahreszeiten her nur möglich, wenn sie in den Sommer fällt.

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Vier Monate Sommerpause

Bei der jüngsten Sitzung des FIA World Motorsport Council wurde auch dieser Antrag der Hersteller besprochen - und wie das Magazin 'Autoweek' erfahren haben will, wurde ihm auch zugestimmt. Demnach soll die WRC-Saison ab dem Jahr 2010 von August bis zu April des Folgejahres dauern. Die Teams und Hersteller hätten also jeweils im Gegenzug von April bis August vier Monate Off-Season-Pause.

Umgesetzt werden soll der Umstieg vom jetzigen Modus Januar-Dezember auf den neuen Modus Sommer-Frühjahr ganz einfach: Im ersten Halbjahr 2010 sollen acht Läufen gefahren werden. Dazu müsste der bis jetzt existierende Kalender für 2010 aber von den einzelnen Terminen her leicht angepasst werden. Nach diesen acht Läufen wird dann bereits der Weltmeister 2010 gekrönt. Im August 2010 startet dann schon die neue Saison 2010/11, die bis zum April 2011 dauert.

Es bleibt dabei: Nur alle zwei Jahre

Hart bleibt der Weltrat 'Autoweek' zufolge aber beim Thema Rotation. Es soll auch mit dem neuen Kalender-Modus dabei bleiben, dass eine Veranstaltung nur alle zwei Jahre als WRC-Lauf ausgetragen wird und keine das Privileg bekommt, jährlich im Kalender zu stehen.

Als das Rotationsprinzip beschlossen wurde, wurde von vielen Seiten vorgeschlagen, dass Klassiker einen jährlichen Platz bekommen. So lautete ein Vorschlag, man könne in einer Saison 14 Läufe fahren, darunter die sechs Veranstaltungen, die schon 1973 zur ersten WRC-Saison gehört haben: Monte Carlo, Schweden, Akropolis, Finnland, Korsika und Großbritannien. Auf den verbleibenden acht Plätzen sollten die neuen Veranstaltungen rotieren.