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Dominik Farnbacher: Ein Farnbacher im Ferrari

03. September 2008 - 12:25 Uhr

Entgegen der "häuslichen Tradition" sitzt Dominik Farnbacher 2008 nicht in einem Porsche, sondern in einem GT2-Ferrari - in den USA gefällt es ihm gut

Dominik Farnbacher Jim Tafel Dirk Müller
Dominik Farnbacher (li.) mit Teamchef Jim Tafel und Kollege Dirk Müller
© Tafel Racing

(Motorsport-Total.com) - Ein defekter Anlasser warf das deutsche Ferrari-Duo Dominik Farnbacher und Dirk Müller in Detroit weit zurück. 20 Minuten Reparaturpause bedeuteten am Ende nur den achten Platz in der GT2-Klasse, und zwei Rennen vor Saisonende einen Rückstand von 28 Meisterschaftspunkten auf das Porsche-Tandem Jörg Bergmeister und Wolf Henzler.

Farnbacher fuhr in Detroit den Start, und hielt sich auf Platz drei hinter dem Henzler-Porsche und seinem Ferrari-Markenkollegen Jamie Melo (Risi Competizione), die in ein heftiges Duell um die Spitze verstrickt waren. 'Motorsport-Total.com' sprach in Detroit mit dem 23-jährigen Franken, dem es in der ALMS sichtlich gut gefällt.

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Frage: "Dominik, der Name Farnbacher ist im Motorsport eigentlich eng mit dem Namen Porsche verbunden, und nun sitzt du neben mir und trägst einen Rennanzug von Ferrari. Bist du jetzt das schwarze Schaf in der Farnbacher-Familie?"
Dominik Farnbacher: "(lacht; Anm. d. Red.) Nein. Ich bin genau wie mein Vater eigentlich Porsche-Fan. Ich bin mit dem Auto aufgewachsen. Aber da ich ja schon letztes Jahr für Jim Tafel gefahren bin und einen Zwei-Jahresvertrag habe, fahre ich diese Saison nun mit dem Ferrari. Das war anfangs eine kleine Umstellung, aber ich habe mich doch schnell an das Auto gewöhnt."

"Ich bin mit dieser Entscheidung vollkommen zufrieden und bereue nichts. Wir wussten ja alle, dass dieses Auto sehr stark sein würde. Mein Vater will natürlich immer alles ganz genau wissen, denn ich fahre ja gegen ihn. Aber das betrifft nur die Rennstrecke, zu Hause ist Frieden."

Frage: "Generell - wie sieht es mit dem Heimweh nach Europa aus?"
Farnbacher: "Also ich habe mich sehr schnell an die Mentalität der Amerikaner gewöhnt und bin hier eigentlich sehr glücklich. Letztes Jahr habe ich in San Francisco gewohnt, da hatte ich dann schon ein bisschen Heimweh, weil die Familie nicht da war. Aber jetzt pendle ich hin- und her, und das passt."

Frage: "Wie fällt dein Detroit-Fazit aus?"
Farnbacher: "Das Auto war in meinem Stint super, ich konnte aber nicht schneller fahren, weil Henzler und Melo sich direkt vor mir bekriegt haben. Später hat mein Teamkollege Dirk Müller so richtig aufgedreht, und hat Rundenzeiten vom Feinsten in den Asphalt gebrannt. Wir hatten die schnellste GT2-Zeit, das war schon super und trotz allem ein positives Erlebnis."

"Es ist nur etwas schade, denn jetzt liegen wir 28 Punkte hinter dem Bergmeister/Henzler-Porsche. Das wird hart, aber man weiß ja nie was noch alles kommt. Es sind schon die dümmsten Dinge im Motorsport passiert. Jetzt freue ich mich erst einmal auf Road Atlanta."

Frage: "Gibt es für die Saison 2009 schon konkrete Pläne?"
Farnbacher: "Nein, aber ich interessiere mich schon dafür, weiter bei Tafel zu fahren. Sie sind dieses Jahr supergut und auf einem Top-Stand. Auch ich habe in der ALMS viel gelernt und wenn wir so weitermachen, dann würde ich mich freuen, wenn ich nächstes Jahr wieder dabei sein kann."

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