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Soucek verliert Sprint-Sieg in Ungarn an Buemi

03. August 2008 - 11:37 Uhr

Sébastien Buemi blieb fehlerfrei, als Andy Soucek patzte und sicherte sich den Sieg im Sprintrennen am Hungaroring - Pantano auf P5

Sebastien Buemi
Feierstunde: Sébastien Buemi wartete geduldig auf den Fehler von Andy Soucek
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Arden-Pilot Sébastien Buemi fuhr in Budapest auf das oberste Treppchen und bescherte seinem Team den Erfolg im GP2-Sprint am Sonntag. Der Schweizer profitierte dabei von einem Fahrfehler des bis dato Führenden Andy Soucek (Super Nova), der sich gegen Rennhälfte einmal schwer verbremste. Buemi stach eiskalt in die Lücke und ging in Front, ließ in der Folge überhaupt nichts mehr anbrennen und fuhr mit deutlichem Vorsprung zum Sieg.

Wie schon beim gestrigen Hauptrennen, so hielt auch der Sprint einiges an Spannung bereit, was bereits beim Vorstart für den ersten Ausfall des Tages sorgte: iSport-Pilot Karun Chandhok kam nicht vom Fleck und musste schon die Segel streichen, ehe das Rennen überhaupt begonnen hatte. Jerome D'Ambrosio (DAMS) blieb ebenfalls stehen, startete dann aber aus der Box.

Soucek beim Start vorneweg

Beim Start ging Soucek von der Pole-Position aus problemlos in Führung und Buemi tauchte als Zweiter in die erste Kurve ein. Andreas Zuber (Piquet), gestern noch solider Zweiter, hatte erneut einen bescheidenen Start und wurde zurückgereicht, rutschte gar einige Kurven später nochmals leicht von der Bahn und wurde weiter zurückgereicht.

Verliefen die ersten beiden Runden noch recht ruhig, so packte der gestrige Sieger, Lucas di Grassi (Campos), in Runde drei die Brechstange aus und setzte sich neben Mike Conway (Trident) - doch von einer Lücke keine Spur. So rempelte di Grassi seinen Konkurrenten von der Piste und kassierte dafür eine Drive-Through-Strafe.

Die warf den Brasilianer natürlich weit zurück und er spielte in der Folge keine Rolle mehr im Kampf um die Punkteränge. Dort hatten sich hinter Soucek und Buemi Pastor Maldonado (Piquet), Bruno Senna (iSport) und Sakon Yamamoto (ART) eingefunden - Teamkollege Romain Grosjean räuberte derweil durch das Hinterfeld.

Grosjean und Parente im Clinch

Zu dritt fegten Tabellenleader Giorgio Pantano (Racing Engineering), Teamkollege Javier Villa und Start-Pechvogel Andreas Zuber in der Folge über Start und Ziel, fanden aber noch vor der Kurve eine passende Reihenfolge - ganz im Gegensatz übrigens zu den beiden Übeltätern aus dem Hauptrennen.

Grosjean und Alvaro Parente (Super Nova) waren gestern schon durch einige unbedachte Aktionen aufgefallen und gerieten prompt im Sprint aneinander. In Kurve drei war zu wenig Platz für die beiden Youngsters und Parente landete im Aus. Kurz darauf musste auch Carlos Iaconelli (BCN) sein Auto abstellen, mit einem für die GP2 unüblichen Motorschaden.

Während sich auch an anderen Boliden zuweilen eine leichte Rauchentwicklung am Heck bemerkbar machte, verlor Soucek durch einen eigenen Fehler die Führung an Buemi und konnte das Tempo des Schweizers danach nicht mehr mitgehen, wohingegen die beiden Titelaspiranten Pantano und Senna mittlerweile beide in den Punkten lagen.

Maldonado im Motoren-Pech

Vier Runden vor Schluss dann das Malheur bei Maldonado: Sein Triebwerk verabschiedete sich ebenfalls und so glitt dem Venezolaner das Podium noch durch die Finger. Senna raste vorbei auf Rang drei, Yamamoto schnappte sich P4, Pantano erntete als Fünfter noch zwei Punkte und Villa fuhr dahinter auf den sechsten Rang.

In der Meisterschaftswertung konnte Senna also leicht an Boden gutmachen und holte heute zwei Punkte mehr als Rivale Pantano, der vor allem am Start viele Positionen gutgemacht und wie Senna von den Fehlern und Ausfällen der Konkurrenz profitiert hatte. Buemi feierte einen tollen Sieg vor einem leicht säuerlichen Soucek, der P1 selbst weggeworfen hatte.

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