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Theissen rätselt noch über Ungarn

06. August 2008 - 13:17 Uhr

Mario Theissen hat auch drei Tage nach dem Ungarn-Grand-Prix keine Begründung für den Einbruch am Rennsonntag - die Fahrer trifft keine Schuld

Mario Theissen
Mario Theissen hat in den kommenden Tagen ein Ungarn-Problem zu lösen
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - BMW Motorsport Direktor Mario Theissen hat in der Sommerpause ein kleines Rätsel zu lösen. 2006 und 2007 fuhr Nick Heidfeld auf dem Hungaroring zweimal in Folge auf das Podium. Auch die Freitagszeiten der beiden BMW Sauber F1.08 deuteten nicht auf einen Einbruch am Sonntag hin - im Gegenteil: Heidfeld und Teamkollege Robert Kubica, die für gewöhnlich mit einer sehr konservativen Strategie in ein Wochenende gehen, klassierten sich durchaus in Schlagdistanz.

Die Probleme von Heidfeld im Ungarn-Qualifiying, als er auf seiner schnellen Runde von Toro-Rosso-Pilot Sébastien Bourdais blockiert wurde, und daher bereits im ersten Segment die Segel streichen musste, sind bekannt und auch Kubicas vierter Startplatz gab keinerlei Anlass dafür, dass bei den Weiß-Blauen die Alarmglocken schrillen mussten.


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Was jedoch am Rennsonntag geschah, weiß Theissen auch drei Tage nach dem Grand Prix noch nicht. "Es sah einfach so aus, als würden wir gar nicht anwesend sein", schilderte der BMW Motorsport Direktor gegenüber 'F1.com'. "Weder Robert noch Nick konnten zu irgendeinem Zeitpunkt die Rundenzeiten aus der Qualifikation erreichen und ich muss zugeben, dass ich den Grund bis jetzt nicht verstehe."

Gemessen an seiner Samstagsperformance hätte Kubica um eine Spitzenposition kämpfen müssen, immerhin stand er in der Startaufstellung noch vor dem späteren Zweiten Timo Glock. Aber der Pole musste sich nach den 70 Runden von Budapest mit Platz acht und damit einem mageren Punkt zufrieden geben.

Langsam und nicht konstant

Robert Kubica
Ein Punkt nach Startplatz vier war die magere Ausbeute von Robert Kubica
© xpb.cc

"In bestimmten Rennphasen war er sogar das langsamste Auto auf der Strecke. Was im Rennen passierte war völlig unerwartet." Theissen nahm ausdrücklich beide Piloten in Schutz: "Was im Rennen geschah, hatte mit den Fahrern nichts zu tun." Das gilt insbesondere auch für Heidfeld, dessen Ein-Stopp-Strategie nur dann zu Punkten geführt hätte, wenn es eine SafetyCar-Phase gegeben hätte. Ohne dieses, so Theissen, "war es klar, dass er keine Punkte holen wird."

Den generellen Verdacht, dass der Hungaroring keine BMW Sauber Strecke sei, wollte der BMW Motorsport Direktor mit einem Blick auf Heidfelds frühere Podestplatzierungen nicht gelten lassen. "Da muss es eine andere Erklärung geben. Wir waren nicht nur langsam, wir waren auch nicht konstant. Und wie bei Ferrari haben auch wir gesehen, dass ein Auto besser als das andere war."

Eine bittere Konsequenz des Ungarn-Wochenendes ist der Verlust von Platz zwei in der Konstrukteurswertung. Aber neben der Problemlösung des Budapest-Phänomens verspricht Theissen der Konkurrenz auch einen harten Kampf: "Wir haben noch Entwicklungen in der Pipeline - sowohl in Sachen Aerodynamik als auch im Bereich Mechanik. Und die Entwicklung am F1.08 wird wegen eines unbefriedigenden Wochenendes nicht gestoppt werden."

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