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Senna hat keine Lust auf ein Lehrjahr

04. August 2008 - 16:04 Uhr

GP2-Hoffnung Bruno Senna möchte 2009 gleich als Rennfahrer in die Formel 1 einsteigen - Honda soll angeblich Interesse zeigen

Bruno Senna mit seiner Freundin
Bruno Senna (rechts) mit seiner Freundin beim Grand Prix von Ungarn
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Nachdem es bisher in jeder GP2-Saison zumindest einen herausragenden Fahrer gegeben hat - erst Nico Rosberg, dann Lewis Hamilton und zuletzt Timo Glock -, kristallisiert sich aus dem 2008er-Feld kein Kandidat heraus, der unbedingt in die Formel 1 gehört. Gesamtleader Giorgio Pantano ist den meisten Teams mit seinen 29 Jahren jedenfalls zu alt.

Topanwärter auf eine Beförderung in die Königsklasse ist daher Bruno Senna, der Pantanos einziger ernsthafter Konkurrent um den Titel ist und schon seit Wochen mit Toro Rosso in Verbindung gebracht wird. Dort muss nämlich Gerhard Berger, ein enger Freund der Senna-Familie, einen Nachfolger für Sebastian Vettel finden - selbst Sébastien Bourdais gilt wegen seiner zuletzt wenig berauschenden Leistungen nicht als gesetzt.

Rennfahren hat oberste Priorität

Senna würde diese Option besser gefallen als ein Testjahr beim BMW Sauber F1 Team: "Ein Renncockpit wäre für das Lernen viel wertvoller", erklärte er gegenüber 'GPWeek'. "Ich muss Rennsituationen lernen, Qualifyings - die Dinge, die man beim Testen nicht lernen kann. Es ist leicht, eine schnelle Runde hinzuknallen, aber sehr schwierig, das in einem Qualifying zu schaffen, daher hoffe ich, dass ich ein Renncockpit angeboten bekomme, wenn ich hier einen guten Job mache."

Doch Renncockpits sind Mangelware. Gemunkelt wird, dass ihm zwei Teams einen Testvertrag angeboten haben sollen - eine Option, die der 24-Jährige nur unter bestimmten Bedingungen in Erwägung ziehen würde: "Wenn mir ein sehr gutes Team einen Testvertrag für ein Jahr und einen Rennvertrag für das nächste anbietet, dann ist das eine gute Perspektive. Grundsätzlich wäre mir aber gleich ein Rennvertrag lieber", betonte er.

Senna ein Name auf der Honda-Liste

Neben Toro Rosso und dem BMW Sauber F1 Team wird auch Honda ein Interesse nachgesagt. Teamchef Ross Brawn möchte an Jenson Button festhalten und Rubens Barrichello durch Fernando Alonso austauschen, doch sollte Alonso doch nicht wechseln und Barrichello seine Karriere beenden, dann könnte Senna zum Zug kommen. "Wir haben ein Auge auf ihn geworfen", bestätigte Geschäftsführer Nick Fry, der aber gleichzeitig konkrete Gespräche dementierte.

Kommerziell gesehen ist Senna für jedes kleine Formel-1-Team ein gefundenes Fressen, denn abgesehen von seinem klingenden Namen, der jedem Sponsor eine hohe Medienpräsenz garantiert, steht er auch in Verbindung mit drei zahlungskräftigen Unternehmen: mit dem österreichischen Energydrink-Hersteller Red Bull, mit dem brasilianischen Mineralölunternehmen Petrobras und mit der spanischen Bank Santander.

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