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Massa: "Noch ist alles drin"

03. August 2008 - 19:21 Uhr

Felipe Massa steckte nach seinem bitteren Aus in Ungarn nicht den Kopf in den Sand sondern gab sich nach dem Ungarn-Rennen kämpferisch

Felipe Massa
Ende einer Dienstfahrt: Nur wenige Kilometer vor dem Ziel verrauchten alls Sieg-Träume
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Mika Häkkinen wäre ein prominenter Leidensgenosse, dem vor einigen Jahren in Barcelona ein ähnliches Schicksal widerfahren ist, wie Felipe Massa es heute erdulden musste: Wenige Meter vor der Ziellinie war Schluss für den Brasilianer, der Motor im Heck des F2008 hauchte drei Runden vor Rennende sein Leben aus. Der sicher geglaubte - und nach dem spektakulären Überholmanöver am Start auch verdiente Sieg - glitt dem Ferrari-Piloten buchstäblich in letzter Minute durch die behandschuhten Finger. Noch sei aber alles drin, meinte Massa.

Dabei war es um die Leistung von Ferrari in Ungarn zunächst nicht sonderlich gut bestellt. Im Qualifying kassierte man bei der Scuderia eine heftige Schlappe, im Renntrimm waren die roten Renner wieder besser unterwegs. Was aber hat man nun davon zu halten, Felipe? "Naja, das kann man nicht so einfach einordnen, aber wenn man ein Problem hat, dann ist man gewiss nicht bei 100 Prozent."

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Und das Problem am Hungaroring war die Zuverlässigkeit, die sich auf entlang der Boxenmauer in kleine Rauchpartikel auflöste. "100 Prozent bedeuten, dass beide Autos auf guten Positionen ins Ziel kommen", erläuterte Massa. "Dieses Mal können wir das nicht wirklich behaupten. Wir müssen noch immer bei der Entwicklung des Autos Gas geben, dürfen aber die Zuverlässigkeit nicht aus den Augen verlieren."

"Aber wir sind selbst nach diesem Worst-Case-Szenario noch immer mitten im WM-Kampf und es sind noch sieben Rennen zu fahren", schöpfte der Brasilianer neuen Mut und kündigte an: "Wir werden in den kommenden drei Wochen in der Fabrik kräftig arbeiten, die Probleme lösen und uns in den Bereichen verbessern, wo wir Defizite haben."

Den WM-Zug wollte Massa nicht als abgefahren ansehen, schließlich befände er sich noch immer in einer guten Ausgangslage: "Ich denke, dass ich mich nach wie vor in einer sehr starken Position befinde. Ich hoffe also, dass ich mich weiterhin verbessern kann, was der Weltmeisterschaft und meiner Zuversicht nur dienlich sein kann - und das ist das Wichtigste."

"Momentan ist alles komplett offen, drei Autos liegen innerhalb von nur wenigen Punkten", kam der WM-Vierte aus dem Vorjahr abschließend auf die Lage an der Spitze der Fahrerwertung zu sprechen, wo er derzeit mit 54 Punkten hinter Lewis Hamilton (62) und Teamkollege Kimi Räikkönen (57) auf dem dritten Platz rangiert. "Da ist noch alles drin und es gibt noch einige Möglichkeiten, in den Titelkampf einzugreifen."

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