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Hockenheim-Test: Hamilton dominiert ersten Tag

08. Juli 2008 - 18:18 Uhr

Die Tests in Hockheim wurden durch häufige Regenschauer behindert - Bestzeit für Lewis Hamilton - McLaren-Mercedes mit verlängerter Motorabdeckung

Lewis Hamilton
Lewis Hamilton rückte mit einer neuen Motorabdeckung am McLaren aus
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Lewis Hamilton hat seine traumhafte Form vom Silverstone-Wochenende offenbar auch zum Test nach Hockenheim herüberretten können. Bei schwierigen Bedingungen markierte der Brite am ersten Testtag in 1:15.483 Minuten die Bestzeit und gehörte mit gerade einmal 75 Runden zu den weniger fleißigen Piloten. Am Vormittag überraschte die britische Siegermannschaft von Silverstone, als man mit einer Haifischlosse ausrückte, die in ähnlicher Form seit längerer Zeit bei Red Bull, Renault und Force India zu sehen ist. Nach einem kurzen Shakedown wurde das neue Bauteil wieder gegen die klassische Haube getauscht.

Nach dem Wechsel zu bewährten Motorabdeckung markierte Hamilton seine Bestzeit, die im Verlaufe des Dienstages nur noch annähernd von Ferrari-Star Kimi Räikkönen (2./1:15.803 Minuten/63 Runden) erreicht werden sollte. Alle Teams nutzen die akzeptablen Bedingungen am Vormittag für kurze Runs, die Mittagspause brachte einen heftigen Wolkenbruch. Auch am Nachmittag wurde die Testarbeit immer wieder von mal seichten, mal heftigen Schauern behindert - die besten Pistenverhältnisse herrschten erst in den allerletzten Minuten, als die Sonne noch einmal beim Abtrocknen half.

Überraschend stark zeigte sich heute Nico Rosberg (3./1:16.099 Minuten/87 Runden). Der Williams-Pilot war von Beginn an weit vorne im Zeitentableau zu finden. Möglicherweise hat mit die fragile Aerodynamik des FW30 für den kommenden Grand Prix an gleicher Stelle besser in den Griff bekommen. Überzeugend war auch der Auftritt von Adrian Sutil (4./1:16.516 Minuten/97 Runden), der als einer der fleißigsten Piloten viel Arbeit für sein Force-India-Team erledigen konnte.

Alexander Wurz
Einzige Rotphase: Alexander Wurz blieb mit dem Honda zwischenzeitig stehen
© xpb.cc

Bei Toyota war heute zunächst Testpilot Kamui Kobayashi (6./1:16.570 Minuten/65 Runden) im Einsatz, der BMW Sauber F1.08 wurde am Dienstag von Nick Heidfeld (7./1:16.593 Minuten/59 Runden) auf die Strecke geführt. Beim deutsch-schweizerischen Team sah man einen Heckflügel für mittelschnelle Strecken mit einem geschwungenen unteren Blatt. Sébastien Bourdais (5./1:16.533 Minuten/113 Runden) und Nelson Piquet Jr. (8./1:16.856 Minuten/111 Runden) verrichteten im Toro Rosso beziehungsweise Renault solide und fleißige Testarbeit, so weit das Wetter dies zuließ.

Der zuletzt häufig pfeilschnelle Red Bull präsentierte sich heute in wenig beeindruckender Manier. Formel-1-Urgestein David Coulthard (9./1:17.361 Minuten/67 Runden) kam während des gesamten Tages nie richtig in Schwung. Auch Honda-Edeltester Alexander Wurz (10./1:17.825 Minuten/89 Runden) blieb am ersten Hockenheim-Testtag trotz neuer Luftleitelemente vor den Seitenkästen blass. Der Österreicher sorgte am Nachmittag für die einzige Unterbrechung des Tages, als er mit dem RA108 kurz hinter der Haarnadelkurve mit technischem Defekt ausrollte. Nach wenigen Minuten war die Strecke bereits wieder freigegeben worden.

Insgesamt dürfte der Dienstag wegen der widrigen Wetterbedingungen für Teams und Fahrer nur bedingt hilfreich gewesen sein. Die wechselnden Streckenverhältnisse ließen konstante Longruns einfach nicht zu. Also bleibt die Hoffnung, dass sich der baden-württembergische Grand-Prix-Kurs morgen in stabilerem Zustand präsentiert. Auch am Mittwoch werden alle zehn Formel-1-Teams im Einsatz sein, allerdings werden sich bei den Cockpit-Besetzungen Veränderungen ergeben.

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