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Grünes Licht: Glock testet in Jerez

22. Juli 2008 - 17:40 Uhr

Timo Glock im Teaminterview: Der Toyota-Pilot ist wieder einsatzbereit - Ursachensuche hat zur hinteren rechten Spurstange geführt

Timo Glock
Timo Glock wird wie geplant ab Donnerstag wieder ins Toyota-Cockpit steigen
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Vier Tage nach seinem schweren Unfall in Hockenheim wird Timo Glock wieder ins Cockpit seines TF108 steigen. Wie geplant wird er am Donnerstag in Jerez für das Team testen, um sich auf den Ungarn-Grand-Prix vorzubereiten. Das hat das Team jetzt mitgeteilt. Nach seiner Nacht im Krankenhaus hat sich der 26-Jährige weiteren Untersuchungen unterzogen. Diese haben ergeben, dass Glock keine Verletzungen und keine Gehirnerschütterung hat.

Gleich nach dem Unfall hat Toyota mit der Suche nach der Ursache begonnen. Diese Suche hat zur rechten hinteren Spurstange geführt. Die Datenauswertung habe ergeben, dass es vor dem Unfall keine außergewöhnlichen Umstände gegeben habe und dass die Aufhängung auch nicht gebrochen ist, weil Glock in der letzten Kurve über die Randsteine gefahren ist. Nun wird das Team weitere Daten analysieren, um herauszufinden, ob die Spurstange vielleicht früher im Rennen beschädigt wurde.

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Unterdessen sprach Glock im Teaminterview über seine Zeit nach dem Unfall:

Glock: "Es sah heftiger aus, als es war"

Frage: "Wie geht es dir?"
Timo Glock: "Es geht mir gut. Ich bin Sonntagnacht im Krankenhaus geblieben, aber nur damit die Ärzte ihre Checks machen konnten. Ich wurde geröntgt und es wurde ein MRI-Scan durchgeführt. Da alles in Ordnung war, konnte ich am Montagmorgen nach Hause gehen, um mich zu erholen und bei meinem Arzt weitere Untersuchungen machen zu lassen. Es war ein wirklich heftiger Einschlag und mein Rücken hat sofort weh getan, als ich aus dem Auto draußen war. Aber jetzt ist es wieder okay. Es hat im Fernsehen schlimmer ausgesehen, als es war."

"Ich hatte keine Kontrolle mehr und war nur noch Passagier."
Timo Glock

Frage: "Kannst du uns von dem Unfall erzählen?"
Glock: "Ich war gut unterwegs und auf Punktekurs. In Runde 35 bin ich in der letzten Kurve allerdings etwas weit nach außen gekommen. das war eigentlich kein größeres Problem, denn das ist den meisten Piloten im Laufe des Rennens mal passiert. Aber ich habe dann gemerkt, dass das Heck des Autos einfach ausbricht. Ich habe noch versucht, es abzufangen, aber hatte keine Chance dazu. Ich hatte keine Kontrolle mehr und war nur noch Passagier. Als ich es später im TV gesehen habe, habe ich gesehen, dass an der hinteren rechten Aufhängung irgendetwas gebrochen ist."

Frage: "Machst du dir Sorgen deswegen?"
Glock: "Nein, ich mache mir überhaupt keine Sorgen, weil ich dem Team voll vertraue. Wir arbeiten alle eng zusammen, um die Performance und die Zuverlässigkeit des Autos zu verbessern."

Frage: "Wie sehen deine Pläne jetzt aus?"
Glock: "Ich habe etwas Zeit zu Hause verbracht und entspannt und ich jetzt bin ich bereit, wieder zu fahren. Körperlich fühle ich mich absolut gut, deshalb freue ich mich darauf, am Donnerstag wieder ins Auto zu steigen. Wir bereiten uns auf den Ungarn-Grand-Prix vor, deshalb ist es ein wichtiger Test und ich bin froh, dass ich dabei sein kann. Und dann werde ich natürlich in Ungarn wieder Rennen fahren. Ich gehe davon aus, dass ich dort wieder eine starke Leistung zeigen und hoffentlich Punkte holen kann."

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