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Regen in Hockenheim - McLaren-Mercedes voran

18. Juli 2008 - 11:33 Uhr

Lewis Hamilton fuhr ungeachtet der schlechten Bedingungen im ersten Freien Training Bestzeit vor Kovalainen und Massa - Nico Rosberg bester Deutscher

Lewis Hamilton
Von Lewis Hamilton weiß man, dass er auf nasser Strecke gut fahren kann
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Auch wenn sich die Fans auf den Tribünen sicher ein anderes Wetter gewünscht hätten, regnete es heute Morgen während des ersten Freien Trainings in Hockenheim. Die Strecke trocknete erst in der zweiten Hälfte der 90 Minuten nach und nach ab, bot aber wegen der schwierigen Bedingungen wenigstens gute Unterhaltung.

Denn obwohl die Teams vergangene Woche in Hockenheim getestet haben, wurde auch bei Regen viel gefahren, weil die Wettervorhersage für den Rest des Wochenendes schlecht ist und man für alle Bedingungen gerüstet sein muss. Lediglich zu Beginn ging es eher zögerlich zur Sache, aber spätestens als nach etwa 45 Minuten die ersten Trockenreifen aufgezogen wurden und prompt schneller waren als die Intermediates, ging es richtig zur Sache.


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Hamilton: Erst Ausritt, dann Bestzeit

Als es noch richtig nass war, gab es auch einige Ausritte, darunter beide McLaren-Mercedes-Piloten. Lewis Hamilton (1:15.537 Minuten/22 Runden) und Heikki Kovalainen (+ 0,129/19 Runden) machten jedoch alles wieder gut und sicherten sich mit schnellen Runden ganz am Ende der Session die Positionen eins und zwei. Bis dahin hatte Felipe Massa (Ferrari/+ 0,259/22 Runden) lange die Bestzeit gehalten, ehe er noch auf Rang drei zurückfiel.

Die Zeiten haben jedoch in Wahrheit kaum eine Bedeutung, denn vor allem ging es darum, zum richtigen Zeitpunkt auf der Strecke zu sein. Außerdem war es wichtig, Erfahrungswerte zu sammeln, wann man in einem etwaigen Regenrennen auf welche Reifen wechseln muss. Nick Heidfeld (8./BMW Sauber F1 Team/+ 1,182/20 Runden) schenkte sich das jedoch weitgehend und ging erst nach einer Stunde raus, als es schon so gut wie trocken war.

Heidfeld war hinter Nico Rosberg (6./Williams-Toyota/+ 1,069/27 Runden) und Sebastian Vettel (7./Toro-Rosso-Ferrari/+ 1,081/25 Runden) drittbester Deutscher im Feld; vor dem schwarz-rot-goldenen Dreierpaket reihten sich noch Fernando Alonso (4./Renault/+ 0,626/22 Runden) und Kimi Räikkönen (Ferrari/+ 0,790/23 Runden) ein. Letzterer war von der Optik her vermutlich mit einem recht schweren Auto unterwegs.

Sutil zwischenzeitlich Schnellster

Adrian Sutil
Adrian Sutil zeigte wieder einmal, dass er sich im Regen am allerwohlsten fühlt
© xpb.cc

Zwischenzeitlich tauchte auch Regenspezialist Adrian Sutil (18./Force-India-Ferrari/+ 2,247/29 Runden) weit vorne auf, doch der Deutsche fiel am Ende noch weit zurück. Gleiches galt für Robert Kubica, der BMW Sauber F1 Team Pilot war daran allerdings selbst schuld: Knapp eine Viertelstunde vor Schluss kam er eingangs Motodrom außen auf die weiße Linie, auf der er prompt abflog und gegen die Barrieren krachte. Sein Tag in Zahlen: Platz 19, 3,242 Sekunden Rückstand, acht Runden.

Ansonsten gab es den einen oder anderen Ausritt, aber keine nennenswerten Abflüge. Dafür hatte Ex-ChampCar-Pilot Sébastien Bourdais Pech, denn der Toro-Rosso-Ferrari-Pilot kam gerade in Schuss, als er nach knapp einer Stunde mit einem technischen Problem in der Spitzkehre ausrollte. Bourdais hatte bis dahin 16 Runden absolviert und wurde mit 5,969 Sekunden Rückstand als 20. und Letzter gewertet.

Nach Ablauf der Zeit hatten die Fahrer dann ausnahmsweise Gelegenheit, Starts zu üben, was von den meisten Teilnehmern auch tatsächlich in Anspruch genommen wurde - sogar von Massa, der extra deswegen noch einmal auf die Strecke ging. Dafür gab es heute keine weiteren Experimente mit dem neuen Safety-Car-System. Ob wir heute Nachmittag ähnliche Wetterbedingungen erleben werden, bleibt abzuwarten.

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