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Williams hofft beim Heimspiel auf Trendwende
1979 hat Williams in Silverstone den ersten Sieg gefeiert, doch in den vergangenen Wochen zeigte die Formkurve stark nach unten
(Motorsport-Total.com) - Gleich neun Punkte hat das Williams-Team beim Saisonauftakt in Melbourne gesammelt, doch in den sieben folgenden Rennen gelangen Nico Rosberg und Kazuki Nakajima nur noch deren sechs. Das bedeutete einen Absturz vom zweiten auf den sechsten Rang in der Konstrukteurs-WM - und Teams wie Toyota, Red Bull und Renault sind auch vom Speed her vorbeigezogen.
"Williams", so Rosberg, "hat 1979 seinen ersten Grand Prix in Silverstone gewonnen, daher freue ich mich auf dieses Rennen vor dem Heimpublikum. Wir arbeiten im Moment hart daran, unsere Konkurrenzfähigkeit zu verbessern. Dafür haben wir drei Tage in Silverstone getestet. Wir haben mit dem FW30 viele Kilometer zurückgelegt, was uns in den nächsten Rennen helfen sollte. Silverstone ist eine tolle Strecke, auf die ich mich freue. Wir werden sicher besser abschneiden als in Frankreich."

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Besser als die Resultate zeigen
Ganz so blass, wie es die nackten Zahlen vermuten lassen, war die Williams-Performance in den vergangenen Wochen nämlich doch nicht: In Monaco war Rosberg im Regen einer der schnellsten Piloten im Feld, aber die Mauern standen ihm etwas zu oft im Weg, während er in der Boxengasse in Kanada von seiner eigenen Unaufmerksamkeit aus dem Rennen geworfen wurde. Nur in Frankreich war er ganz einfach chancenlos - auch wegen der Rückversetzung in der Startaufstellung.
"Ich lebe seit einiger Zeit in England, daher ist es für mich so etwas wie mein zweiter Heim-Grand-Prix", teilte Nakajima mit. "In Silverstone haben wir uns auf das Rennen vorbereitet, was nach Magny-Cours sehr wichtig für uns war. Ich bringe zum ersten Mal in diesem Jahr einige Freunde aus Oxford mit - ein Novum. Das und dass ich einmal nach Hause fahren kann und nicht mit einem Flugzeug reisen muss, ist für mich eine nette Abwechslung."
Technikchef Sam Michael beleuchtete die Ingenieursseite: "Vom schnellen ersten bis zum langsamen letzten Sektor ist Silverstone ein sehr variierendes Streckenlayout. Solche Abwechslung erfordert oft Kompromisse, was die Fahrer und Ingenieure vor eine ziemlich signifikante Herausforderung stellt, wenn es darum geht, die optimale Richtung in Sachen Setup und damit die schnellstmögliche Rundenzeit zu erreichen", so der Australier.
Überholen: Mission impossible?
"Aerodynamische Effizienz und eine solide mechanische Balance sind Schlüsselerfordernisse für eine konkurrenzfähige Performance in Silverstone. Überholen ist wegen der Geschwindigkeit, die die Fahrer in die Kurven hinein mitnehmen, extrem schwierig, daher liegt der Schwerpunkt im Vergleich zu anderen Rennen in Silverstone verstärkt auf einem guten Abschneiden im Qualifying", gab Michael zu Protokoll.
Und weiter sagte er: "Weil es wegen der hohen Belastungen bei hohen Geschwindigkeiten eine sehr harte Strecke für die Reifen ist, wird Bridgestone die härtesten Reifenmischungen zu diesem Rennen bringen. Die beste Strategie sind ein oder zwei Boxenstopps. Der Test in der vergangenen Woche stellte für alle Teams noch einmal eine gute Gelegenheit dar, ihre Setups für das Rennen feinzutunen."









