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Rosberg will verlorene Punkte in Kanada nachholen

02. Juni 2008 - 12:05 Uhr

Nico Rosberg ist nach seinem Unfall in Monaco wieder fit und geht zuversichtlich nach Kanada - Strecke für Kazuki Nakajima nicht neu

Nico Rosberg
Nico Rosberg hatte in Monaco einen phasenweise sehr starken Speed
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Nico Rosberg war in Monaco phasenweise der schnellste Mann auf der Strecke, aber weil er sich gleich zu Beginn zwei Nasen abgefahren hatte, spielte er im weiteren Rennverlauf keine Rolle mehr. Ganz aus war es dann, als er kurz vor Schluss in der Tabakkurve in die Mauer krachte. Am kommenden Wochenende in Kanada will er das wiedergutmachen.

"Monaco war ein schwieriges Rennen - sehr schade, denn wir waren das ganze Wochenende konkurrenzfähig", so Rosberg. "Nach den zwei Zwischenfällen fand ich einen Rhythmus, aber nach dem Schwimmbad brach das Heck plötzlich aus - vielleicht auf einer Pfütze - und ich krachte in die Leitplanken. Ich ließ mich sicherheitshalber im Krankenhaus untersuchen, wurde aber am Sonntagabend schon wieder entlassen. Nach einem Tag Pause begann ich meine Vorbereitung auf Kanada."

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Williams zweiterfolgreichstes Team in Kanada

"Die Leute drücken mir die Daumen, weil sie sich daran erinnern, wie mein Vater in Kanada gefahren ist."
Nico Rosberg

Dort sieht er gute Chancen auf ein Topresultat, denn Williams hat auf dem Circuit Gilles Villeneuve schon siebenmal gewonnen - nur Ferrari war mit neun Siegen erfolgreicher. Außerdem gelang Alexander Wurz im Chaosrennen von 2007 der damals einzige Podestplatz der laufenden Saison. Noch mehr für Rosberg spricht aber, dass er in Monaco ungemein schnell war und die Charakteristik der beiden Strecken durchaus vergleichbar ist.

"Ich fliege ein paar Tage früher nach Montréal, um mich an den Zeitunterschied zu gewöhnen und mir die Stadt anzuschauen", sagte der 22-Jährige. "Es gibt viele coole Bars, Restaurants und Clubs und gute Plätze zum Shoppen. Es gibt auch einige schöne Flecken wie die Berge rund um die Stadt, wo ich gerne jogge. Die Leute stehen voll hinter der Formel 1 und drücken mir die Daumen, weil sie sich noch daran erinnern, wie mein Vater in Kanada gefahren ist."

"Williams hat auf dem Circuit Gilles Villeneuve eine große Geschichte und war dort traditionell schnell, weshalb ich sehr zuversichtlich bin und mit großen Erwartungen nach Montréal komme", gab Rosberg entschlossen zu Protokoll. "Ich freue mich schon darauf, wieder ins Auto zu steigen, denn der von uns in Monaco gezeigte Speed war sehr viel versprechend und die Strecke sollte eigentlich gut zu unserem Auto passen."

Nakajima freut sich auf die Strecke

"Die Strecke ist nicht einfach, sollte aber Spaß machen."
Kazuki Nakajima

Teamkollege Kazuki Nakajima hat im Vorjahr eine Trainingssession am Freitag in Montréal bestritten und kennt die Strecke damit, "aber es wird mein erstes volles Rennwochenende dort sein", bemerkte der Japaner. Und weiter: "Die Strecke ist mit ihren Mauern und hohen Randsteinen sehr herausfordernd. Sie ist nicht einfach, sollte aber Spaß machen. Im Vorjahr hat es mir gut gefallen. Vor Montréal werde ich noch nach New York fliegen, um ein bisschen zu trainieren."

Technikchef Sam Michael fügte an: "In Montréal erlebt man immer gute Rennen, weil die Autos so eng an den Mauern fahren, dass das Risiko eines Safety-Cars viel höher ist als sonst. Als einer der wenigen Stadtkurse auf dem Kalender ändert sich das Gripniveau im Verlauf eines Rennwochenendes erheblich, also jagen die Teams laufend nach dem perfekten Setup", erläuterte der Australier.

"Die Strecke wird dominiert von langen Geraden, daher muss man den Heckflügel flacher als normal einstellen, um maximale aerodynamische Effizienz zu erreichen. Die langen Geraden legen einen hohen Topspeed nahe, aber kombiniert mit den langsamen Kurven ist Montréal auch die schwierigste Strecke für die Bremsen, also müssen wir deren Verschleiß genau beobachten. Strategisch werden die meisten Teams einen oder zwei Stopps fahren", so Michael.

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