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Kontert Ferrari in Kanada?

04. Juni 2008 - 10:40 Uhr

Ferrari möchte nach dem verkorksten Monaco-Wochenende in Montréal verlorenen Boden wieder gutmachen - Seit drei Jahren kein Sieg

Felipe Massa
Felipe Massa hat schlechte Erinnerungen an Kanada: Disqualifikation 2007
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Wetter, Strategiemängel, Fahrfehler - in Monaco hatte sich das Rennpech bei Ferrari ähnlich geballt präsentiert wie schon beim Saisonauftakt in Melbourne. Aus den Startplätzen eins und zwei wurden im Rennen die Ränge drei und neun - zu wenig für die Ansprüche der Weltmeistermannschaft. Entsprechend bissig zeigen sich die Italiener vor dem kommenden Grand Prix in Montréal. In der Teamwertung liegt man zwar noch komfortabel in Führung, aber in der Fahrerwertung will man sich den Spitzenplatz von Lewis Hamilton zurückholen.

Die Scuderia reist allerdings mit eher schlechten Erinnerungen nach Montréal, denn die Ergebnisse auf der Île Notre-Dame wurden in den vergangenen Jahren konstant immer schlechter. Nach dem letzten Sieg durch Michael Schumacher im Jahr 2004, folgten zwei Mal zweite Plätze und im vergangenen Jahr sogar nur Rang fünf durch Kimi Räikkönen, Felipe Massa war nach dem Ignorieren der Boxenampel disqualifiziert worden. Es kann also nur besser werden bei den Roten.

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Bei den Paul-Ricard-Tests vor dem Wochenende in Monaco wollte man einen Tag lang die Montréal-Bedingungen mit wenig Downforce erproben, allerdings fiel dieser Test buchstäblich ins Wasser. "Ferrari war bisher in diesem Jahr auf allen Strecken schnell und hat auf dem Circuit Gilles Villeneuve in der Vergangenheit schon große Erfolge feiern können. Auch wenn wir in den vergangenen drei Jahren dort nicht siegreich waren, so hat das Team dort bereits elf Mal gewonnen und Kimi Räikkönen war 2005 erfolgreich, allerdings mit einem anderen Auto", heißt es in der Grand-Prix-Vorschau auf der offiziellen Internetseite des Teams.

Getriebe als Achillesferse?

Rein technisch werde sich der Ferrari F2008 nur wenig vom in Monaco eingesetzten Modell unterscheiden. Einzig werde man natürlich die Flügelvarianten für Highspeed-Kurse am Auto haben. "Es wird für beide Motoren und beide Getriebe das zweite Rennen sein. Die Triebwerke sind beim vergangenen Einsatz nicht besonders belastet worden, weil das Monaco-Rennen die kürzeste Distanz aufweist. Außerdem sorgte der Regen dafür, dass die Motoren noch weniger gefordert wurden. Allerdings wird dort das Getriebe immer sehr beansprucht", lautet die Analyse in der Teamvorschau.

Besonderes Augenmerk gelte den Bremsen, die bei den extremen Verzögerungen zwischen langen Geraden und engen Kurvenpassagen immer wieder hart rangenommen würden. In den Freien Trainings am Freitag müsse man diesbezüglich vor allem auf die Kühlung der Bremsen beim Fahren mit voller Benzinlast achten. Auch bei der Strategie müsse man - ähnlich wie in Monaco - bedenken, dass es in der Vergangenheit oftmals Saftey-Car-Phasen in Montréal gegeben habe.

"Zwei Faktoren spielen für eine Vorhersage des Rennens eine entscheidende Bedeutung: Der Kurs bietet aufgrund seines Layouts einige Überholmöglichkeiten. Zum Zweiten spielt die geografische Lage eine Rolle, denn die Strecke liegt in Meeresnähe und daher kann es immer zu schnellen Wetterumschwüngen kommen. Die aktuellen Vorhersagen weisen eine recht hohe Wahrscheinlichkeit von Regenschauern am Rennsonntag aus", fasste man bei Ferrari die Voraussetzungen zusammen. Auf die Ankündigung eines Sieges ließ man sich jedenfalls bislang nicht ein. Die offizielle Zielvorgabe lautet: mehr Punkte holen als in Monaco.

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