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Force India: Aus Fehlern lernen

18. Juni 2008 - 09:57 Uhr

Force India hofft in Magny Cours auf mehr Glück als in Monaco und Montréal - Mit besseren Startplätzen will man sich das Leben im Rennen leichter machen

Adrian Sutil
Force India möchte sich künftig vor allem im Qualifiying steigern
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Das Drama von Monte Carlo, ein weiterer Doppelausfall in Montréal - bei Force India hofft man auf mehr Glück am kommenden Wochenende in Magny Cours. "Meine Hauptaufgabe ist nun, sicherzustellen, dass wir die Fehler, die wir in den vergangenen Rennen gemacht haben, nicht wiederholen", sagte Teambesitzer Vijay Mallya im Ausblick auf den Frankreich-Grand-Prix. "Fehler zu machen, ist in Ordnung, aber wir müssen aus ihnen wachsen, einen Schritt nach vorn machen und versuchen, in Frankreich ein perfektes Wochenende zu haben."

"Wir nehmen unsere Aufgabe sehr ernst und ich sehe eine großartige Zukunft für das Team", fuhr der Inder fort. "Es gibt die große Chance, 2009, wenn das Reglement geändert wird, richtig einzuschlagen. Damit uns das gelingt, müssen wir uns nun darauf konzentrieren, hier und jetzt den bestmöglichen Job zu machen. Wie ich schon sagte, ist jedes Rennen für mich und hoffentlich auch für das Team ein Lernprozess."

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Auch Teamchef Colin Kolles hofft, "dass uns Frankreich wohler gesonnen ist als Monaco und Kanada". Er sagte: "Wir hatten sicherlich einige Probleme, aber die generelle Pace und Performance waren gut, auch wenn die Ergebnisse noch nicht da waren. Beide Piloten haben in den Rennen gezeigt, dass sie es mit der Spitzengruppe aufnehmen können. Wenn wir uns weiter vorn qualifizieren, dass haben wir auch eine größere Chance auf bessere Ergebnisse. Was die Fahrer angeht, hat Giancarlo Fisichella einen guten Job gemacht - wie man es von jemandem mit seiner Erfahrung erwartet. Und Adrian Sutil hat darauf reagiert."

Umfangreiche Updates für Silverstone

Giancarlo Fisichella, Mike Gascoyne
Giancarlo Fisichella und Mike Gascoyne: Ein großes Update für Silverstone
© Force India

Technikchef Mike Gascoyne erklärte, Magny Cours sei im Vergleich zu den recht einzigartigen Strecken in Monaco und Montréal eher "ein Standardkurs". "Wir werden bei diesem Rennen keine größeren Veränderungen vornehmen", sagte er. "Der Hauptgrund dafür ist, dass wir an einem umfangreichen Update-Paket arbeiten, das nach diesem Rennen beim Silverstone-Test und dem Britischen Grand Prix bringen werden."

Am Test in Barcelona habe Force India nicht teilgenommen, weil es nach dem Überseerennen in Kanada logistisch zu schwierig geworden ware, so Gascoyne: "Wir haben uns deshalb entschieden, stattdessen einen Tag lang in Silverstone zu testen. Wir hatten einige Zuverlässigkeitsprobleme mit dem Getriebe, deshalb haben wir ein Hauptaugenmerk darauf gerichtet."

"Wir machen uns das Leben im Moment selbst etwas schwer, weil wir hinten starten."
Mike Gascoyne

Das Hauptziel für Magny Cours sein, das Rennen mit beiden Autos zu beenden. "Kanada und Monaco waren enttäuschend, da das Rennen sind, bei denen man durch Safetycarphasen und ähnliches schnell Plätze gut machen kann, aber wir haben keines unserer Autos in Ziel gebracht", sagte Gascoyne. "Unsere Rennpace ist nun deutlich besser geworden, aber wir machen uns das Leben im Moment selbst etwas schwer, weil wir hinten starten. Das müssen wir so schnell wie möglich ändern."

Fisichella mag Magny Cours nicht besonders

Allerdings ist Magny Cours nicht gerade die Lieblingsstrecke von Giancarlo Fisichella. "Ich mag sie nicht besonders", räumte der Römer ein. "Dort hatte ich 2002 meinen bisher schwersten Unfall in der Formel 1. Nach meinem Unfall im Training konnte ich im Rennen nicht starten, deshalb habe ich nicht gerade schöne Erinnerungen an Magny Cours. Auch finde ich den Kurs nicht besonders anspruchsvoll. Aber in unserem Job muss man die guten und die schlechten Seiten akzeptieren."

"Wir haben in diesem Jahr noch ein paar Rennen und damit Chancen, zu zeigen, was wir können."
Giancarlo Fisichella

"Unter normalen Bedingungen müssen wir das Rennen beenden, da wir bei den letzten drei Rennen die Zielflagge nicht gesehen haben", fuhr Fisichella fort. "Ich bin wegen Kanada immer noch enttäuscht, da ich auf einem Kurs, den ich wirklich liebe, mein wahres Können nicht richtig zeigen konnte. Aber wir haben in diesem Jahr noch ein paar Rennen und damit Chancen, zu zeigen, was wir können."

Kampfansage von Sutil

Adrian Sutil dagegen mag die Strecke im ländlichen Herzen Frankreichs: "Ich kenne viele Fahrer, denen sie keinen Spaß macht, aber es ist eine meiner Lieblingsstrecken, da ich das Layout mit der schnellen Schikane, der langen Rechtskurve und der Haarnadel mag - das ist genau das, was mit gefällt und ich weiß jetzt schon, dass ich dort recht schnell sein werde! Ich hatte dort in der Formel 3 einige gute Ergebnisse und habe dort auch meine ersten Formel-1-Erfahrungen gemacht. Jetzt sind auch ein paar Rennerfahrungen dazu gekommen und ich habe viele gute Erinnerungen."

"Ich weiß jetzt schon, dass ich dort recht schnell sein werde!"
Adrian Sutil

"Ich hoffe, dass ich dort neue schöne Erlebnisse haben werde", fuhr Sutil fort. "Die letzten beiden Rennen waren von den Ergebnissen her enttäuschend. Zwei Ausfälle sind nie gut, aber in Kanada war ich nah an den Toyotas dran, ich bin nur nicht vorbeigekommen. Es hätte ein sehr gutes Rennen sein können und es war schade, dass ich nicht angekommen bin."

"Ich hoffe, dass wir in Magny Cours ein starkes Rennen zeigen können", erklärte er abschließend. "Ich habe jetzt Erfahrung, ich kenne die Strecke und bin wirklich zuversichtlich, eine gute Leistung bringen zu können. Wir sind auch im Qualifying besser geworden, aber wir sind noch nicht nah genug dran, es in Q2 zu schaffen. Daran müssen wir in Frankreich arbeiten."

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