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Renault: Schafft Alonso den Monaco-Hattrick?

19. Mai 2008 - 14:21 Uhr

Die Renault-Piloten gehen mit unterschiedlichen Erwartungen und Erfahrungen nach Monaco - Alonso ist Sieger der vergangenen zwei Jahre

Fernando Alonso
Alonso kommt mit besten Erinnerungen nach Monaco: Siege 2006 und 2007
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Die Renault-Mannschaft im Aufwind? Das Ergebnis von Istanbul könnte darauf hindeuten. Fernando Alonso sammelte drei wichtige Zähler, profitierte allerdings dabei vom Pech des McLaren-Mercedes-Piloten Heikki Kovalainen. Dennoch: Die Franzosen sind mittlerweile wenigstens konstant an der Spitze des Mittelfeldes, Punkte liegen immer drin. Vor dem Grand Prix in Monaco macht man sich allerdings Sorgen, denn der R28 bietet nach Aussage von Alonso nach wie vor zu wenig Traktion.

"Wir haben uns verbessert, liegen aber immer noch hinter Ferrari, McLaren und BMW zurück", befand der zweifache Champion. "Auch wenn Monaco eine Fahrerstrecke ist, so kann dir ein gutes Auto nur helfen. Wir werden versuchen, einige Leute zu überraschen und wir wollen alles aus unseren Möglichkeiten machen. Wir können im Moment nur um Platz sieben kämpfen und dann hoffen, dass einer der Favoriten Probleme bekommt. Aber wir müssen dann zur Stelle sein, um profitieren zu können."

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Kann Alonso des Hattrick perfekt machen?

"Leider ist die Traktion im Moment nicht die Stärke des R28."
Fernando Alonso

Guter Topspeed und Stabilität in schnellen Kurven spielen in Monaco kaum eine Rolle. Es sind andere Faktoren gefragt: Grip, Traktion, Abtrieb. "Monaco ist ein sehr technischer Kurs und erfordert viel Traktion am Kurvenausgang. Das macht es einfacher, sich zu verteidigen oder auch mal anzugreifen. Leider ist die Traktion im Moment aber nicht die Stärke des R28. Wir haben es zwar verbessert, aber wir müssen bei unserer Arbeit am Donnerstag größtes Augenmerk darauf legen", so der Spanier.

Alonso kommt mit der Empfehlung der vergangenen zwei Jahre zurück nach Monaco: 2006 Sieg im Renault, 2007 Triumph im McLaren-Mercedes. Nun der Hattrick? "Es ist eine ungewöhnliche Strecke und ich habe erstklassige Erinnerungen. In Monaco zu siegen, ist für jeden Fahrer ganz besonders. Ich genieße den Grand Prix, weil die Stimmung unvergleichlich ist und dort durch die Gassen zu fahren ist aufregend. Man darf sich dort keine Fehler erlauben. Speziell in diesem Jahr verspricht das Rennen extrem interessant zu werden."

Nach Abschaffung der Traktionskontrolle könnte man am kommenden Wochenende so manch kleinen Drift in der Leitplanke enden sehen. Gerade für junge Nachwuchspiloten heißt es: Obacht! "Straßenrennen sind immer wie Glücksspiel", formulierte Nelson Piquet Jr. "Das Qualifying ist wichtig. Ganz besonders in Monaco, weil die Stressen so eng sind und man nicht überholen kann. Im Rennen brauchst du eine gute Strategie und das Glück, nicht im Verkehr stecken zu bleiben. Ich mag Stadtkurse. Man muss unglaublich konzentriert sein, weil jeder kleine Fehler hart bestraft wird."

Piquet Jr. auf dem Weg zu ersten Punkten?

"Straßenrennen sind immer wie Glücksspiel."
Nelson Piquet Jr.

Ebenso wie sein Williams-Kontrahent Nico Rosberg ist auch Piquet Jr. als Sohn eines ehemaligen Formel-1-Piloten im Fürstentum aufgewachsen. "Die Atmosphäre ist unglaublich. Ich weiß das noch genau, weil ich dort als Junge gewohnt habe. Es wird super sein, als Formel-1-Fahrer dorthin zurückzukehren. Es fühlt sich trotzdem nicht wie ein Heimrennen an. Ich bin dort schon mit der GP2 gefahren, also weiß ich genau, wo ich entlang fahren muss. Aber natürlich wird das in einem Formel-1-Auto noch einmal ganz anderes sein."

Piquet Jr. steht unter Druck, denn im Team wurde bereits Kritik laut. Man verliert möglicherweise die Geduld mit dem jungen Brasilianer, der in Monaco erst seinen sechsten Grand-Prix-Auftritt haben wird. "Es war kein einfacher Einstieg in die Formel 1. Ich habe Fehler gemacht, Pech gehabt und mir die ersten Rennen sicher nicht so vorgestellt. Ich werde jetzt wie immer daran gehen und mein Bestes geben. Es wäre klasse, wenn wir ein paar Punkte holen könnten. Das wäre mein Ziel. Ich will mich erst einmal gut qualifizieren - hoffentlich in den Top-10 - und dann muss ich ein konstantes Rennen fahren."

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