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Hamilton und Kovalainen: Das Rennen der Unwägbarkeiten

16. Mai 2008 - 13:53 Uhr

Lewis Hamilton und Heikki Kovalainen freuen sich schon auf das Rennen in Monaco und erklären, worauf es dabei ankommt

Heikki Kovalainen
Heikki Kovalainen möchte in Monaco die Stärken seines Silberpfeils ausspielen
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Für McLaren-Mercedes bedeutet der Grand Prix in Monte Carlo die Rückkehr an die Stätte, wo im Vorjahr der interne Zweikampf zwischen Fernando Alonso und Lewis Hamilton seinen Anfang genommen hat. Unterm Strich aber fuhren die Silberpfeile einen herausragenden Doppelsieg ein und kommen nicht zuletzt deswegen zuversichtlich ans Mittelmeer - Hamilton und Kovalainen lieben diese besondere Herausforderung.

"Der Grand Prix in Monaco ist wohl das Rennen mit den größten Unwägbarkeiten", sagte Hamilton. "Das Rennen in der Türkei lief super und wir wissen, dass unsere Leistung stimmt, aber in Monaco kann buchstäblich alles passieren. Der Grand Prix in Monaco ist mein Lieblingsrennen. Du kannst die Geschichte dieses Rennens spüren und die Atmosphäre ist fantastisch. Hier will jeder Fahrer gewinnen."

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Traktion als Schlüssel zum Erfolg

"Der Straßenkurs verzeiht das ganze Wochenende über keine Fehler. Du fährst die ganze Zeit am Limit und es gibt keine langen Geraden, auf denen du durchatmen kannst. Die gesamte Strecke ist sehr schmal und man kann sich kaum vorstellen, wie schnell man hier fährt. Du musst jeden Zentimeter der Straße ausnutzen und das bedeutet, dass du manchmal auch die Leitplanke berühren musst, um schnell zu sein."

"In Monaco brauchst du vor allem Traktion."
Lewis Hamilton

"In Monaco brauchst du vor allem Traktion, um optimal aus den Kurven heraus beschleunigen zu können", wie der Brite aus Erfahrung weiß. "Da es keine langen Geraden gibt und wir deshalb nicht die Höchstgeschwindigkeiten wie auf anderen Strecken brauchen. Wir sitzen sehr tief im Auto und fahren manche Kurven mit weit über 200 Stundenkilometern an. Du bremst und weißt, es gibt keine Auslaufzone und du kannst nicht weiter als 50 Meter sehen."

"In manchen Kurven kannst du nur schätzen, wo du gerade bist und du verlässt dich nur auf deinen Instinkt und dein Gedächtnis. Wie bei jedem Rennen versuche ich, mich ganz auf meine Arbeit zu konzentrieren. In Monaco ist es noch wichtiger als auf anderen Strecken, einhundertprozentig bei der Sache zu sein und deshalb lasse ich den Trubel nicht an mich heran", so der Vizeweltmeister abschließend.

Überholen - Fehlanzeige

"Ich will ein problemloses Rennen fahren und dabei zeigen, was in unserem Auto steckt", kündigte Teamkollege Kovalainen an. "In der Türkei war ich mit ihm sehr zufrieden und auch unsere Monaco-Simulation beim Testen in Paul Ricard sah gut aus. Wir haben uns verbessert und wollen das in Monaco zeigen. Allerdings sind die Vorhersagen bei diesem Rennen noch schwieriger als auf anderen Strecken. Ich will um den Sieg kämpfen, aber wer weiß, was passiert."

"Auf dem Straßenkurs von Monaco ist Überholen praktisch unmöglich."
Heikki Kovalainen

"Auf dem Straßenkurs von Monaco ist Überholen praktisch unmöglich, selbst wenn das Auto vor dir deutlich langsamer fährt. Deshalb musst du in der Startaufstellung soweit vorne wie möglich stehen, sonst bleibst du hinter langsameren Autos stecken, kannst nicht dein gewohntes Tempo fahren und verlierst Zeit. Im Qualifying musst du darauf achten, dass du im richtigen Moment auf die Strecke fährst und nicht durch andere behindert wirst."

"Das ist nicht einfach, denn vor der Haarnadelkurve Rascasse werden die Fahrer langsam, um mehr Abstand zum Vorausfahrenden zu gewinnen. Da kann es passieren, dass du auf einer schnellen Runde hier ankommst, während andere langsam fahren. Damit das nicht geschieht, ist das Timing so wichtig", so der Finne weiter.

Monaco als fahrerische Herausforderung

"Ich fahre gerne in Monaco, denn der Kurs ist eine fahrerische Herausforderung. Manch einer glaubt, es ist einfach, weil hier nicht so schnell gefahren wird, doch das Gegenteil ist der Fall. Die Strecke verzeiht keinen Fehler und du musst die ganze Zeit über voll konzentriert bleiben und kannst nicht einen Moment entspannen. Dazu ist es im Auto viel lauter als auf anderen Strecken, da die Häuser den Motorenlärm reflektieren."

"Es ist ein besonderes Rennen und nicht einfach zu gewinnen."
Heikki Kovalainen

"Wir Fahrer lieben Herausforderungen. Es ist ein besonderes Rennen und nicht einfach zu gewinnen, gerade deshalb ist jeder hier noch motivierter als sonst. Das Rennen kann manchmal sehr frustrierend sein, besonders wenn man hinter einem langsameren Auto festhängt, doch man kann auch hier überholen. Am ehesten geht das nach dem Tunnel beim Anbremsen der Schikane. Andererseits kann der Vorausfahrende seine Position leicht verteidigen, indem er einfach auf der inneren Linie fährt."

"Nur wenn der andere einen Fehler macht, kommst du vorbei", meinte Kovalainen. "Das Beste ist deshalb ein möglichst guter Startplatz. Du musst mutig sein, du musst aggressiv fahren und nahe an den Leitplanken entlang. Beim Bremsen und in den schnellen Kurven musst du attackieren. Setup und Balance spielen nicht eine so große Rolle wie sonst, Hauptsache, du lässt es krachen."

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