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Ferrari in Monaco vor schwieriger Aufgabe

22. Mai 2008 - 18:37 Uhr

Nach dem ersten Trainingstag weiß man bei Ferrari, dass es auch dieses Jahr schwierig wird, McLaren-Mercedes in Monaco zu knacken

Kimi Räikkönen
Kimi Räikkönen fiel nach Bestzeit am Vormittag im zweiten Training zurück
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Im Vorjahr kassierte Ferrari in Monaco die vielleicht deutlichste Niederlage der gesamten Saison gegen die Silberpfeile, und auch 2008 scheint der verwinkelte Stadtkurs an der Côte d'Azur McLaren-Mercedes eher zu liegen als den roten Rennern aus Maranello. So lautet zumindest das Fazit nach dem Trainingsdonnerstag.

"Wir haben mit einem besonders schwierigen Wochenende gerechnet - und nach den ersten drei Trainingsstunden gibt es keinen Anlass, dass wir das anders sehen sollten", gestand Chefingenieur Luca Baldisseri. "Es stimmt zwar, dass unsere Vorbereitung positiv verlaufen ist, aber unsere Hauptkonkurrenten haben offenbar auch nicht Däumchen gedreht und sind in sehr starker Verfassung hier angekommen."

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Es fehlt eine halbe Sekunde

Kimi Räikkönen fuhr zwar am Vormittag in 1:15.948 Minuten Bestzeit, doch am Nachmittag stieg das Niveau noch einmal deutlich an und so klassierte sich der Finne trotz einer Verbesserung auf 1:15.572 Minuten nur an dritter Position. Felipe Massa war um etwa drei Zehntelsekunden langsamer als sein Teamkollege, auf Spitzenreiter Lewis Hamilton fehlten dem Sieger von zwei der vergangenen drei Rennen aber bereits 0,729 Sekunden.

"Es war ein normales Freitagstraining", sagte Räikkönen. "Es lief ganz gut, speziell heute Morgen auf gebrauchten Reifen. Mit neuen Reifen kamen wir am Nachmittag aber nicht ganz zurecht, also müssen wir nun in den Daten schauen, wie wir uns steigern können. Wir haben ja jede Menge Zeit dafür, also mache ich mir im Moment keine Sorgen." Vor einem Regenrennen hat er keine Angst: "Das würde es komplizierter machen, aber es sitzen alle im selben Boot."

Und Massa analysierte: "Unsere Gegner sind hier sehr stark, selbst wenn man die unbekannten Benzinmengen in Betracht zieht. Ich bekam auf weichen Reifen keine gute Zeit hin, aber mit harten lief es sehr gut. Wir müssen die Situation genau studieren und es noch hinbekommen. Im Vergleich zum Vorjahr", so der Brasilianer optimistisch, "haben wir aber einen Schritt gemacht. Das Auto ist nun anders abgestimmt. Ich hoffe, dass sich das rechnen wird."

Domenicali derzeit pessimistisch

Felipe Massa
Da muss noch mehr kommen: Felipe Massa fehlte eine Dreiviertelsekunde
© xpb.cc

Teamchef Stefano Domenicali hat da offenbar seine Zweifel: "Es wird ein sehr schwieriges Wochenende, aber etwas anderes haben wir nicht erwartet", gab der Italiener zu Protokoll. "Es gibt so viele Variablen, die wir in Betracht ziehen müssen - abgesehen von den normalen Faktoren kommt auch noch das Wetter dazu, denn laut Prognose soll es sich über das Wochenende verschlechtern und regnen. Es gibt jedenfalls viel zu tun."

Außerdem ergänzte er: "Das Training war nützlich. Wir haben viele Daten gesammelt, die wir nun analysieren werden, um uns so gut wie möglich auf das Qualifying und das Rennen am Sonntag vorzubereiten. Vor allem müssen wir unsere Performance auf eine schnelle Runde verbessern, gerade mit der weicheren Reifenmischung. In diesem Bereich hatten wir heute im Vergleich zu unserem Hauptgegner nämlich Schwierigkeiten."

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