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Button: "Nicht einschüchtern lassen"

17. Mai 2008 - 09:35 Uhr

Ross Brawn, Jenson Button und Rubens Barrichello über das Saisonhighlight in Monte Carlo und die Besonderheiten des Rennens

Rubens Barrichello
Mit 16 Rennteilnahmen in Monaco strotzt Rubens Barrichello vor Erfahrungen
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Nach den dreitägigen Testfahrten in Le Castellet versammelt sich die Formel-1-Gemeinde am kommenden Wochenende in Monaco und nimmt den ersten waschechten Straßenkurs des Jahres unter die Räder. Das Honda-Team konnte zuletzt eine aufstrebende Form unter Beweis stellen und will auch beim Prestigerennen im Fürstentum möglichst gut aussehen - nach dem Motto: Nur keine Angst vor den Leitplanken.

"Das Team hat in Frankreich am dreitägigen Test in Paul Ricard teilgenommen und in dieser Woche die Vorbereitungen für Monaco beendet. Die ersten beiden Testtage haben auf der kürzeren Streckenvariante stattgefunden, welche dem hohen Abtriebsniveau und dem geringen Geschwindigkeitslevel des Straßenkurses von Monaco ähnelt", berichtete Teamchef Ross Brawn.

Letzte Abstimmungstests in Paul Ricard

"Wir haben den Test dazu benutzt, unser Aerodynamikpaket für Monte Carlo zu evaluieren und hatten dabei einige Verfeinerungen unseres Updates im Gepäck, das wir in Spanien eingeführt haben. Bei den vielen langsamen Kurven ist Fahrbarkeit sehr wichtig, denn die Fahrer müssen Vertrauen in das Setup des Autos haben um keine Zeit am Kurvenausgang zu verlieren."

"Monaco ist wirklich ein sehr spezielles Rennwochenende."
Jenson Button

"Dem haben wir uns deshalb ausführlich gewidmet. Wir haben außerdem die neuen Supersofts von Bridgestone gefahren und die Hinweise vom Test sind, dass sich dieser Reifen und auch die Option-Mischung über das Rennwochenende hinweg sehr gut verhalten wird", sagte Brwan abschließend.

"Monaco ist wirklich ein sehr spezielles Rennwochenende. Es unterscheidet sich komplett von jeder anderen Veranstaltung im Kalender, obwohl es sicherlich interessant sein wird, die Strecke später im Jahr mit den Straßenkursen in Valencia und Singapur zu vergleichen", meinte Jenson Button. "Die gesamte Runde ist in Monaco eine durchgehende Herausforderung und du musst komplett fokussiert bleiben und die Konzentration aufrecht erhalten - in jeder der 78 Runden im Rennen."

Keine Angst vor den Leitplanken

"Der ultimative Schlüssel zum Erfolg ist, sich von den Leitplanken nicht einschüchtern zu lassen, denn dieser Kurs belohnt Präzision. Es ist von großer Wichtigkeit, ein gutes Qualifying zu haben und so weit vorne zu starten, wie nur irgend möglich, um ein erfolgreiches Wochenende zu haben. Überholen ist im Rennen richtig schwierig, daher brauchst du einen guten Start und solltest deine Überholmanöver gleich schon zu Beginn vortragen, wenn möglich."

"Ein fantastisches Rennen für die Fans."
Jenson Button

"Der Monaco-Grand-Prix bedeutet mir sehr viel, denn er ist eines meiner drei Heimrennen in diesem Jahr, gemeinsam mit Silverstone und Japan. Dennoch ist es kein Vorteil im Rennen, wenn man in Monaco wohnt, denn das Fürstentum hat sich komplett verwandelt. Es ist unglaublich geschäftig und man kann sich dann kaum bewegen. Mein Rat ist, entweder überallhin zu laufen oder einen Roller zu benutzen."

"Was mir an Monaco so gut gefällt, ist, dass es ein fantastisches Rennen für die Fans ist, die sehr Nahe an die Action und die Geräusche der Formel 1 herankommen", fasste der Brite zusammen, der in Barcelona für die ersten Honda-Punkte des Jahres sorgte. "Die Straßen von Monaco sind eng, holprig und verzeihen nichts", schloss sich Teamkollege Rubens Barrichello an.

Barrichello mit riesengroßer Monaco-Erfahrung

"Du kannst den Speed des Autos richtig spüren, wenn die Leitplanken so nahe bei dir sind. Aber abgesehen davon, ist Monaco eine der Strecken mit den langsamsten Geschwindigkeiten, auf denen wir fahren werden und hält ein paar einmaliger Herausforderungen bereit. Ein guter mechanischer Grip ist für das Auto von elementarer Bedeutung, gepaart mit so viel Abtrieb wie möglich."

"Das wird mein 16. Monaco-Grand-Prix sein."
Rubens Barrichello

"Das Handling im niedrigen Geschwindigkeitsbereich ist ebenfalls wichtig, denn es ist für gewöhnlich die langsamste Strecke im Kalender - obwohl Singapur für dieses Jahr sogar noch ein wenig langsamer erscheint. Wir werden zum ersten Mal auch ohne die Vorzüge der Traktionskontrolle in Monaco unterwegs sein und ich bin mir sicher, dass das interessant wird."

"Der neue Supersoft von Bridgestone wird erstmals an einem Rennwochenende zum Einsatz kommen, nachdem er beim Test schon debütiert hat", meinte Barrichello und kam auf seinen Rennrekord zu sprechen: "Das wird mein 16. Monaco-Grand-Prix sein, also kenne ich die Strecke mittlerweile doch recht gut. Wie bei allen anderen auch, so ist Monaco eines meiner Lieblingsrennen und ich war hier in der Vergangenheit schon erfolgreich, stand schon vier Mal auf dem Podium."

"Das Qualifying mag ich besonders, denn es ist eine der größten Herausforderungen des gesamten Jahres und wenn du alles auf die Reihe bekommst, dann gibst du dir selbst die besten Chancen für das Rennen. Erfahrung zählt hier in Monaco ganz gewiss, weil letztendlich der Fahrer und die Strategie den Unterschied im Rennen machen können - nicht nur die reine Leistung des Autos. Und natürlich sollte man das Auto von den Leitplanken fernhalten und es nach Hause fahren."

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